Die Geschichte des 3 Zinnen Ski-Marathons reicht zurück bis ins Jahr 1975. Bei einer Sitzung am 16. April im Gasthof Hell in Welsberg stellte Paul Zingerle aus Antholz die Idee eines großen Volkslanglaufs nach dem Vorbild der Marcialonga vor. Die Vision war ambitioniert: Ein Rennen, das Menschen aus dem gesamten Pustertal und darüber hinaus für den Langlaufsport begeistert. Bereits damals war klar, dass dafür ein großes gemeinsames Projekt und viele engagierte Helfer notwendig sein würden. Das Nenngeld sollte zwischen 3.000 und 4.000 Lire betragen, um zumindest einen Teil der Organisationskosten abzudecken.
Am 11. Jänner 1976 fiel schließlich in Innichen der Startschuss zum ersten Pustertaler Ski-Marathon. Die Strecke war aus heutiger Sicht kaum vorstellbar: Über 60 Kilometer führte sie von Innichen über Toblach, Niederdorf, Prags, Welsberg, Olang und Rasen bis nach Antholz-Mittertal. Aus der mutigen Idee entwickelte sich im Laufe der Jahre ein bedeutender Fixpunkt im internationalen Langlaufkalender. Mit zwischenzeitlich über 2.000 Teilnehmern wurde ein beeindruckender Teilnehmerrekord erreicht. Gleichzeitig stellte die Veranstaltung die Organisatoren immer wieder vor große Herausforderungen. Besonders die Schneeverhältnisse machten im Laufe der Jahrzehnte wiederholt Anpassungen der Strecke notwendig und führten nicht selten zu Diskussionen und schwierigen Entscheidungen.
Heute blicken wir auf 50 Jahre voller Geschichten, Menschen und Erinnerungen zurück. Der Ski-Marathon hat nicht nur Generationen von Langläuferinnen und Langläufern geprägt, sondern auch wesentlich dazu beigetragen, dass sich das Pustertal und die Dolomitenregion zu einer bedeutenden Langlaufdestination entwickeln konnten. Viele Kilometer Loipen, zahlreiche Veranstaltungen und eine ganze Langlaufkultur sind eng mit dieser Geschichte verbunden.
Der Pustertaler Skimarathon wurde erstmals im Jahr 1976 ausgetragen und ist damit der älteste Volkslanglauf in Südtirol! Mittlerweile wurde das Rennen offiziell in „3 Zinnen Ski-Marathon“ umbenannt.